Die Spiritualität der Jugend und ihre Schatten - Rezensionen

Jugendliche durch die Pubertät hindurch und dann in der Adoleszenz zu begleiten, stellt uns vor anspruchsvolle Aufgaben. Bisherige Gewohnheiten, Verhaltensweisen werden manchmal über Nacht über den Haufen geworfen. Einiges meldet sich vehement zu Wort. (...) Johannes Greiner arbeitet seit vielen Jahren mit Jugendlichen, er brachte z. B. über 20 Musicals auf die Bühne und ist dadurch zum Sachverständigen für dieses Alter geworden. Greiner interessiert sich neben der äußeren Seite der Heranwachsenden für die innere geistig-seelische Seite der Entwicklung. Dabei stieß er auch immer wieder auf Grenzsituationen von Jugendlichen, die sich durch das Borderline-Syndrom, durch Ritzen, durch das Einnehmen von Drogen, Medikamenten bemerkbar machen. Greiner fragt sich: Was verbirgt sich hinter diesen Schattenseiten? Liegt da ein Mangel vor, um sich abzugrenzen? Oder andersherum formuliert, ruft, schreit die innere Stimme nicht nach gelebter, absoluter Brüderlichkeit? Rudolf Steiner wies bereits vor über hundert Jahren auf solche Zukunfts-Fähigkeiten hin. Greiern skizziert dies mit den Worten: "Da wird es so sein, dass wir nicht mehr glücklich sein werden, wenn der Mensch neben uns unglücklich ist."

 

Martin und Johannes Reinhard, Rundbrief FPV 115 (Johanni 2018)

 

Das Buch „Die Spiritualität der Jugend“ begeistert mich außerordentlich. Höchstes, Tiefstes und Zentralstes ist angesprochen, und dies frisch, kurz, gut verständlich und authentisch. Herzlichen Dank! Möge das Werk viele Leser finden.


Ueli Bühler (Boll, Schweiz)

 

Ich möchte in diesem Büchlein von meinen Beobachtungen erzählen, die sich auf die neuen Impulse der jungen Menschen beziehen und meine momentanen Deutungsversuche zur Diskussion stellen. 
Ich sehe voller Hoffnung auf die jüngeren Menschen, weil ich in unzähligen Begegnungen Grund für diese Hoffnung gefunden habe. Was meiner Generation fehlte, sehe ich in den Seelen der jüngeren Menschen leuchten. (…)
Es wird alles gut – aber nur, wenn wir an den Gefahren der modernen Zivilisation aufwachen. Gerade diese Gefahren könnten derart aufrütteln, dass die Menschheit wirklich erwachen kann. Das ist dramatisch. So dramatisch, dass ich jeden Menschen verstehen kann, der seine Seelenruhe in der Bagatellisierung dieser Gefahren sucht. Ich will aber nicht wegschauen. Und eigentlich halte ich das Dunkel nur aus, weil ich so viel Zukunft in den jungen Menschen sehen darf. Das Licht ihrer Spiritualität ist schon eine Antwort auf das Dunkel. Und am Dunkel wird ihr Licht hoffentlich eine Kraft ausbilden können, die ohne Widerstand nicht zu erringen wäre.

 

Johannes Greiner (aus der Einleitung)

 

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