Die Michael-Prophetie Rudolf Steiners ... - Rezensionen

Steffen Hartmann beschreibt, woran man (die Anthroposophen der ersten Stunde) erkennen kann - das wird manche überraschen. (...) Trotzdem mag man finden: Warum sagt er das? Schweigt man darüber nicht besser? - Normalerweise schon. Aber hat jemand den Eindruck, wir lebten in normalen Zeiten? Die heutige Weltlage ist doch gerade der Grund zur Michael-Prophetie. Muss ein Mensch, der diese Lage sieht, nicht verzweifeln? Wenn wir uns vergewissern können: Doch, sie sind da, sie arbeiten mit - dann macht das Mut. Und Mut ist bitterlich vonnöten. Die Dinge sind zu prüfen - und alles andere als sentimental zu nehmen.

Noch ein eigenes Wort dazu: Wo werden sie sein, an welchen Stellen des Lebens? Da, wo Wichtiges zu tun ist, insoweit sie da hinreichen können. Insoweit man sie wirken lässt. (Aber: Was wichtig ist aus geistiger Sicht – da wird das Leben eventuell unsere Vorstellungen korrigieren.)
Vorliegendes Buch versammelt Aufsätze aus Wege, dieDrei und Gegenwart zu Karmaerkenntnis, zum Michaelswirken, zum Kalenderimpuls Steiners 1912/1879, zur Lage der anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung, zum geistigen Goetheanum, zum Zusammenwirken von Platonikern und Aristotelikern, dazu das in der Gegenwart Nr. 3/16 veröffentliche Märchen Die Insel der Steine.
Aber nun ist es so, im Gehen auf 2033 zu, im Angesicht unserer Zeit, dass innere Überwindungen notwendig sind. Zur Zusammenarbeit. Zum Kampf. Davon spricht dieses Mut-Buch.


Gerold Aregger, Gegenwart 3/2017

 

Historiker eilen dem Zeitenlauf stets hinterher. Doch bleibt die Zukunft im Blick, wenn ein gesundes Verhältnis zur Vergangenheit gelingt. Damit ist nicht ein Vergessen gemeint, vielmehr ein reifer Abstand, um Klarheit und Kraft für den weiteren Weg zu gewinnen.
Mit dieser Sammlung von Aufsätzen, die seit 2013 in verschiedenen Zeitschriften erschie­nen sind, möchte der Verfasser einen Beitrag zu einem Selbsterkennen der Mitglieder der Anthroposophischen Bewegung innerhalb der verschiedenen Menschheitsströmungen geben: »Es geht mir um eine ernsthafte Besinnung auf die gegenwärtige Michaelschule und die bren­nenden Aufgaben aller Michaelschüler. Ich möchte einen viel tieferen menschlichen Zusammenschluss all der Menschen anregen, die mit dem hier Angesprochenen ihr Inneres, ihr Herz, verbinden können.« (S. 32)
(...) Die Sammlung wird mit dem Märchen ›Die Insel der Steine‹ abgeschlossen. Manche Bilder da­ rin mögen bekannt erscheinen, und es scheint beabsichtigt, dass eine seltsam fragende Stim­mung entsteht. Möge sie fruchtbar werden!
Im Vorwort wird auf die sozialen Bewegungen hingewiesen, deren Ende schon schlagzeilen­kräftig verkündet wurde, zu denen Menschen, die in der anthroposophischen Bewegung ste­hen, aber eine freie und wachsame Verbindung halten. Gemeinsam ist ihnen, dass jede auf eine Ganzheit zielt. Diese Beziehung zum Ganzen liegt in unserem Schicksal verborgen.

 

Matthias Bideau, dieDrei 12/2017

 

zurück

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Edition Widar