Mensch, ich glaube an dich! - Rezensionen

Was kann ich tun? Was kann ich tun, um dem Wahnsinn von Amokläufen und Terrorismus etwas entgegenzusetzen? Wie kann ich Mahatma Gandhis Satz Sei du selbst der Wandel, den du in der Welt sehen willst bezüglich des sich ausbreitenden Terrors verwirklichen? Was kann ich in mir verwandeln, um in der Welt den Wandel zu unterstützen, der den Terror zum Frieden führt?
Dieses Büchlein möchte aufzeigen, dass in unseren Gedanken und Gefühlen, in unserem Blick und in unseren Erwartungen eine große Kraft liegt, mit der wir Gegenwart und Zukunft beeinflussen. Besonders stark wirken unsere Gedanken auf die jungen Menschen. Der sich ausbreitende Terrorismus kann als Erziehungsproblem verstanden werden. Vielfach fehlt uns ein hoffnungsvolles auf Kreativität bauendes Zukunftsbild und ein Blick auf den Menschen, der sein Potential freilegen hilft und ihn nicht in vorgegebene Formen zu zwängen versucht, aus denen er dann mit Gewalt ausbrechen möchte. 
Erst ein bewusst verstärkter Glaube an das Gute im Menschen hilft eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich junge Menschen so entwickeln können, dass sie nicht gegen das Bestehende rebellieren müssen.
Wir können etwas tun. Mit jedem Blick. Mit jedem Gedanken. (Klappentext)

 

Ein Plädoyer für den Menschen.

 

Gerold Aregger, Gegenwart 3/2017

 

(Das Buch ist) die Aufforderung an alle Zeitgenossen, den "Blutidealismus" in einen wiedergeborenen "seelisch anerzogenen Idealismus" zu verwandeln, um dem Irrsinn und Abgrund des Terrorismus, wie er sich gegenwärtig mit all seiner brutalen Vernichtung geltend macht, mit einer adäquaten seelischen Haltung begegnen zu können.

Das kurze, 68 Seiten umfassende Werk ist keine Abhandlung, keine Belehrung (...), sondern es hat Bekenntnischarakter, der frei und ehrlich von der Seele kommt, sodass die Schrift dazu in der Lage ist, im obigen Sinne Menschenliebe in den Seelen zu heizen.

Sehr eindringlich beschreibt Johannes Greiner (...) auch den persönlichen Umgang, die persönlichen Herausforderungen mit diesem hohen Idealismus, beispielsweise als er, im Angesicht der Eskalation auf dem Tahrir-Platz in Kairo 2011, die Beine in die Hand nahm, um sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Doch er spricht auch von der inneren Seelenhaltung, von dem jenseits der egoistisch fühlenden Seele ständig für die Einheit der Welt arbeitenden Menschheitsbewusstsein, welches uns unweigerlich auch mit dem schlimmsten Terroristen verbindet. Und genau mit ihm, dem Terroristen, müssen wir es in unserer individuellen Seele aufnehmen, um die Welt zu einer besseren Zukunft zu bringen.

 

Ingolf Lindel, in Der Europäer 5/2018

 

Wie schön ist es, ein Buch zur Hand zu nehmen, das von einem Menschen geschrieben ist, der Menschen liebt. (...) er tritt den Weg ins Menscheninnere an. Den Weg, den jeder in sich an seinem Ort, in seiner Aufgabe gehen muss, um als Mensch zu bestehen. (...) Mutig ist der Versuch, ein Gebet und ein Credo zu schreiben, das sich nicht an Gott, sondern an den Menschen richtet. "Mensch, ich glaube an dich" wird hier ausformuliert, "Mensch, ich bekenne mich zu dir" in allen Facetten ernst genommen. Es lohnt sich, dieses kleine Büchlein im Schrank zu haben und sich immer wieder von ihm ermutigen zu lassen, wenn man mal an Mensch und Menschheit zu verzweifeln droht.

 

Alexandra Handwerk, Das Goetheanum, 25.05.2018

 

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