Lieder nach Gedichten von Albert Steffen
Torben Maiwald
Mit farbigen Abbildungen von Aquarellen des Dichters
EW003 · 28 Seiten · geheftet
Das Gemüt von Albert Steffen ist innig mit allem Lebenden verbunden gewesen. Hierzu zählten für ihn auch die Verstorbenen sowie alle Reiche der Erde und des Kosmos, deren mannigfache Bewohner mit irdischen Sinnen nicht zu fassen sind.
Albert Steffen waren bis ins hohe Alter hinein geradezu kindliche Hingabekräfte zu eigen, welche ihm gestatteten, Zeugnis von einer tiefen Gewissheit der Nähe des Göttlichen zu allem Erdensein abzulegen. Wachheit des Geistes, Genauigkeit in der Beobachtung möchte sich bei ihm immerfort mit Andacht und Frömmigkeit verbinden; in das Bild der Erlösertat Christi mündet all sein künstlerisches Streben. Dieses findet sich im kosmischen Raume dessen wieder, was für alle Menschen und für alle Zeiten gilt: Ich bin bei euch bis ans Ende der Welt!
Was Albert Steffen anschaut, wird vom Hauch des Göttlichen berührt und vermag zu diesem aufzusteigen. Es kann dann Nahrung werden für andere. Größtes und Kleinstes hat er so seinem all-umfassenden Urquell, dem lebendigen Logos, von dem der Prolog des Johannes-Evangeliums kündet, wieder zurückgeschenkt.
Die vorliegenden Lieder sind sowohl anspruchsvoll als auch schlicht. Ihr Anspruch entstammt der Tiefe der ihnen zugrunde liegenden Worte, denn es ist versucht worden, die Musik getreu aus jenen hervorblühen zu lassen. Hierin liegt zugleich ihre Schlichtheit.
Zum unbegleiteten Singen sind diese Lieder gedacht. Eine zurückhaltende Begleitung kann dennoch bereichern; vorschlagsweise ist eine solche der Melodie in kleiner Stichgröße beigegeben. Von einer Leier oder Gitarre ist sie leicht spielbar; auch als Anregung für die Ausgestaltung eines einfachen Klavier- oder sonstigen Instrumentalsatzes kann sie dienen.
Jenen, die sich dem Geist von Albert Steffen verbunden fühlen, seien diese Miniaturen warm ans Herz gelegt, hoffend, dass damit auch ein Dienst, ja eine wirkliche Förderung des weiteren Erden- und Himmelsweges des Dichters getan sei.
